Front Side Home Die Stadt Vevey
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- Kategorie: Vevey die Stadt Info
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Vevey im frankoprovenzalischen ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Waadt. Sie ist der Hauptort des Distrikts Riviera-Pays-d’Enhaut.
Die Stadt am Nordostufer des Genfersees war früher ein bedeutender Handelsplatz und profitierte im 19. Jahrhundert vom Aufschwung durch Industrie und Fremdenverkehr, die noch heute die Hauptsäulen der Wirtschaft darstellen. Bekanntheit erlangte Vevey auch als Hauptsitz der Nestlé S.A.
Der deutsche Name Vivis wird heute nur noch im davon abgeleiteten Namen Vivisbachbezirk verwendet.
Die Stadt Vevey liegt auf 383 m ü. M., 18 Kilometer südöstlich der Kantonshauptstadt Lausanne und sechs Kilometer nordwestlich von Montreux.
Das nur 2,4 km² grosse Gemeindegebiet umfasst den flachen Schwemmkegel, den die Veveyse im Lauf der Zeit bei ihrer Mündung in den Genfersee aufgeschüttet hat, und den Hügel von Charmonthey östlich des Bachlaufs. Zu Vevey gehört ein rund zwei Kilometer langer Uferabschnitt des Genfersees mit drei Schiffsanlegestellen und einem Bootshafen.
Die Landschaft von Vevey liegt am Südfuss des Mont Pèlerin, an der Waadtländer Riviera und am Alpenrand.
Die Stadtgrenze folgt im Nordwesten dem Fuss des Mont Pèlerin und teilweise dem Bach Ruisseau de Bergère neben der Nachbargemeinde Corseaux, im Norden unterhalb des Hügels von Corsier-sur-Vevey und verläuft im engen Tal der Veveyse bis an die Kante der Geländeterrasse La Veyre, wo sich mit 500 m ü. M. der höchste Punkt von Vevey befindet. Im Osten grenzt die Stadt an die Quartiere Gilamont (454 m ü. M.), Clies (450 m ü. M.) und Hauteville in der Gemeinde Blonay – Saint-Légier und im Südosten auf dem Rebhügel Crêt Richard und im Bach Ognona an das Stadtgebiet von La Tour-de-Peilz.
Gemäss der amtlichen Arealstatistik von 1997 bedeckten Siedlungszonen 90 % des Stadtgebiets, Wald und Gehölz etwa 6 % und Landwirtschaftsflächen etwa 4 %.
Das weitgehend überbaute Stadtgebiet von Vevey ist eng mit den Siedlungsarealen der Nachbargemeinden zusammengewachsen. Die Erschliessung zahlreicher Liegenschaften an der Stadtgrenze erfolgt über Strassen in den Nachbargemeinden.
Die Altstadt von Vevey liegt östlich der Veveyse am Seeufer.
Vevey liegt auf der Alpennordseite der Schweiz, es herrscht deshalb das typische gemässigte mitteleuropäische Klima, das jedoch – wie auch in Montreux und an der ganzen Waadtländer Riviera – begünstigt wird durch die Lage direkt am Genfersee und an einem Südhang der Voralpen. Die Temperatur liegt daher oft über dem schweizerischen Mittel, und die Sonne scheint häufiger als an anderen Orten der Schweiz.
Vevey kann auf eine sehr lange Siedlungstradition zurückblicken. Die frühesten vom Menschen hinterlassenen Spuren auf dem Gemeindegebiet stammen von Pfahlbausiedlungen aus dem Neolithikum und der Bronzezeit. Auch ein Gräberfeld aus der späten Bronzezeit wurde entdeckt. Vermutlich war der Ort unter den Kelten seit dem 4. Jahrhundert vor Christus besiedelt.
In der Römerzeit lag Vevey an der wichtigen Heerstrasse vom Grossen St. Bernhard entlang dem Ostufer des Genfersees nach Aventicum (Avenches). Ein Seitenzweig der Strasse führte nach Lausanne. An dieser Strassenverzweigung entwickelte sich ein kleines Städtchen, von dem archäologisch allerdings nur wenig bekannt ist. Auf römischen Strassenverzeichnissen war der Ort unter dem Namen Vibisco, auf der Peutingerschen Tafel als Vivisco aufgeführt. Weitere lateinische Namenformen waren Bibiscum und Viviacum. Der Ortsname stammt vom latinisierten Namen des keltischen Stamms der Vivisci ab.
Die nächste urkundliche Erwähnung des Ortes unter dem Namen Bibiscon stammt aus dem 5. Jahrhundert und bezeugt auch in dieser Übergangszeit eine Siedlung. Aus dem Mittelalter sind die Bezeichnungen Viviscum (1011), Vivesium (1017), Vivois (1163), Vives (1177), Vivex (im 12. Jahrhundert) und Viveis (1225) überliefert.
Der Fischerflecken gehörte um das Jahr 1000 zum Königreich Hochburgund. Auf dem Gemeindegebiet hatten aber auch das Lausanner Domkapitel, die Abtei Saint-Maurice, die Chorherren vom Hospiz auf dem Grossen St. Bernhard und der Bischof von Sion reichen Grundbesitz. Im Jahr 1011 übertrug König Rudolf III. von Burgund seine Rechte über Vevey dem Bischof von Lausanne. Diese Herrschaftsrechte erkaufte sich 1250 Peter von Savoyen und gab sie als Lehen an die Herren von Blonay und von Oron weiter. Der Ort entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Handelsplatz am Genfersee. Im Lauf des 14. Jahrhunderts organisierten sich die Bürger von Vevey, erhielten 1356 von der savoyischen Oberhoheit erste Freiheiten zugesprochen und bildeten ab 1370 eine Gemeindeverwaltung.
Mit der Eroberung der Waadt durch Bern im Jahr 1536 gelangte Vevey unter die Herrschaft der Berner. Diese gründeten die Vogtei Chillon, die seit 1735, als der Landvogt die Stadt Vevey dem Schloss Chillon als Residenz vorzog, den Namen Vogtei Vevey trug. Diese Vogtei umfasste das Gebiet des heutigen Bezirks Vevey, ausser die Teile nördlich der Veveyse, die der Vogtei Lausanne angehörten; dafür war auch Villeneuve der Vogtei Vevey zugeteilt.
Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime gehörte die Stadt von 1798 bis 1803 während der Helvetik zum Kanton Léman, der anschliessend mit der Inkraftsetzung der Mediationsverfassung im Kanton Waadt aufging. 1798 wurde sie Hauptort des Bezirks Vevey. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Vevey zu einem bedeutenden Industriezentrum, und dank seiner attraktiven Lage und dem milden Klima auch zu einem Fremdenverkehrsort. Deshalb nahm die Bevölkerung rasch zu, und die Stadt stiess schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an ihre engen Gemeindegrenzen. 1892 wurden daher die am Stadtrand von Vevey auf dem Schwemmkegel der Veveyse gelegenen Quartiere Arabie, Plan-Dessous, Plan-Dessus, Sous-Crêts, Corsets und Faubourg-Saint-Antoine von Corsier-sur-Vevey abgetrennt und nach Vevey eingegliedert. Eine weitere Grenzbereinigung wurde 1931 vorgenommen, als das Gebiet von Gilamont von Saint-Légier-La Chiésaz an Vevey abgetreten wurde.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts erlebte Vevey im Zuge der Industrialisierung einen raschen wirtschaftlichen Aufschwung. 1847 entstand die den Freimaurern nahestehende Société vaudoise de Secours mutuel. Die Nestlé S.A., der grösste Lebensmittelkonzern der Welt, wurde 1866 in Vevey von Henri Nestlé gegründet. Durch die rege Bautätigkeit wuchs die Bevölkerung. Die Arbeiter fühlten sich dabei übergangen. Im 1894 und 1905 streikten die Bauarbeiter.
Bevölkerung
Mit 20'142 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) gehört Vevey zu den grössten Gemeinden des Kantons Waadt; es ist die zweitgrösste Stadt der Agglomeration Vevey-Montreux, welche insgesamt etwa 70'000 Einwohner hat. Zudem gehört Vevey zur Metropolregion Genf-Lausanne. Von den Bewohnern sind 77,3 % französischsprachig, 5,3 % italienischsprachig und 3,7 % portugiesischsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Vevey stieg vor allem in der Zeit von 1940 bis 1970 kräftig an. Zu Beginn der 1970er Jahre erreichte die Einwohnerzahl mit rund 18'000 den vorläufigen Höchststand. Rezessionsbedingt nahm die Bevölkerung nach 1974 deutlich ab und pendelt seit 1980 um 16'000 Einwohner. Die Baulandreserven der Stadt sind nahezu aufgebraucht. Das Siedlungsgebiet von Vevey ist heute lückenlos mit den Gebieten von Corseaux, Corsier-sur-Vevey, La Tour-de-Peilz, sowie auch mit Montreux zusammengewachsen. Der Ballungsraum Vevey mit den erwähnten Randgemeinden kommt mittlerweile auf rund 60'000 Einwohner.
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